Landesversammlung am 27. und 28 März 2011 in Gütersloh
Der Evangelische Bund verbindet evangelische Grundorientierung und ökumenische Weite. In dieser Perspektive nimmt er kirchliche und gesellschaftliche Fragestellungen der Gegenwart auf und trägt zur Bewertung aus evangelischer Sicht bei.
In diesem Jahr stellte sich der Evangelische Bund bei seiner Landesversammlung in besonderer Weise der Frage der Friedensethik Unter dem Titel:
"Es ist längst nicht alles gut in Afghanistan" - Versuch einer evangelischen Positionsfindung
organisierte er am Sonntag dem 27. März ein hochkarätig besetztes Diskussionsforum und führte am 28. März gemeinsam mit der Pfarrkonferenz Gütersloh eine theologische Arbeitstagung durch.
Unter der sehr kompetenten und gelassenen Diskussionsleitung von Dorothea Siegle, Leitende Redakteurin der Zeitschrift der Evangelischen Militärseelsorge „JS-Magazin“, machten drei Fachleute ihre Positionen in dieser Frage deutlich: Unnas Superintendentin Annette Muhr-Nelson als Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche von Westfalen, Landessuperintendent Dr. Martin Dutzmann als Militärbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland und Christopher Kaatz, Oberst im Generalstabsdienst und zwischen Dezember 2009 und August 2010 als deutscher Verbindungsoffizier in Kabul gewesen. In Afghanistan war vor knapp zwei Monaten auch Martin Dutzmann, mit dem EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider und dem EKD-Friedensbeauftragte Renke Brahms. Ihren Abschluss fand die Landesversammlung mit einer Theologischen Arbeitstagung, bei der Militärdekan Dr. Werner Weinholt über „Militärseelsorge in einer sich verändernden Bundeswehr“ sprach. Das Fazit von Dirk Spornhauer fiel rundweg positiv aus. Es sei alles sehr gut gelaufen, alle im Vorstand, so der Vorsitzende, seien mit dem Verlauf und dem Niveau der Angebote sehr zufrieden gewesen. Auch wenn es emotionale Diskussionen gegeben habe, sei man dem schwierigen, komplexen Thema dennoch gerecht geworden.
Pressebericht über die Landesversammlung als Download [1.387 KB]
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